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Artikel: Heikes liebste Orte in Alfama, Aussichtspunkte & persönliche Lissabon Tipps

Heikes liebste Orte in Alfama, Aussichtspunkte & persönliche Lissabon Tipps

 

Es gibt Städte, die schaut man sich an. Und es gibt Städte, die einem jemand zeigt, den man liebt.

Vielleicht war genau das der Unterschied bei dieser Reise nach Lissabon. Nicht die Sehenswürdigkeiten. Nicht die Restaurants. Nicht die Aussichtspunkte. Sondern die Tatsache, dass unser Sohn uns plötzlich durch „sein“ Leben geführt hat. Durch Straßen, die für ihn längst Alltag geworden sind. Durch kleine Cafés, Bowl-Spots, Wege durch Alfama und Aussichtspunkte, an denen er mit Freunden den Sonnenuntergang anschaut.

Und genau dort hat sich leise etwas verschoben.

Vielleicht, weil man irgendwann nicht mehr nur sein Kind besucht. Sondern langsam beginnt, sein eigenes Leben kennenzulernen.

 

Alfama fühlt sich morgens komplett anders an als abends

Wenn wir einen einzigen Stadtteil in Lissabon empfehlen müssten, wäre es wahrscheinlich Alfama. Aber nicht mittags. Nicht dann, wenn Menschen mit Google Maps durch die Gassen laufen und jede Straßenbahn fotografieren. Sondern morgens. Wenn die Stadt langsam wach wird und dieses besondere Licht zwischen den alten Häusern hängt.

Wir hatten dort eines unserer schönsten Frühstücke der Reise. Mit Blick über die Dächer von Lissabon, Kaffee, dieser leichten Morgenruhe und dem Gefühl, dass die Stadt noch ganz bei sich ist. Besonders schön war dabei Café da Garagem. Genau die Art von Ort, die man wahrscheinlich übersieht, wenn man nur Sehenswürdigkeiten abhakt.

Vielleicht liegt genau darin die Stärke von Lissabon: Die Stadt versucht nicht permanent, Eindruck zu machen. Sie passiert einfach. Und wahrscheinlich fühlt sie sich genau deshalb so echt an.

Unser ehrlicher Tipp: In Lissabon nicht zu viel planen. Gerade Alfama funktioniert am schönsten, wenn man sich treiben lässt. Ohne festen Plan. Ohne ständig aufs Handy zu schauen. Denn genau zwischen den kleinen Gassen entstehen oft die schönsten Momente.

 

Über den Dächern von Lissabon

Nur wenige Minuten von der AirBnB unseres Sohnes entfernt liegt der  Miradouro da Misericórdia. Kein perfekter Instagram-Spot. Kein klassischer Aussichtspunkt mit Menschenmassen. Sondern eher ein Ort, an dem Studenten mit Bierflaschen sitzen, Musik hören und langsam zusehen, wie die Sonne hinter den Dächern von Lissabon verschwindet.

Genau dort saßen wir an unserem ersten Abend. Und vielleicht war das der Moment, in dem wir verstanden haben, warum unser Sohn diese Stadt so liebt.

Dieses leichte Lebensgefühl. Dieses Draußensein. Diese Mischung aus Wärme, Musik und Menschen, die plötzlich nirgendwo mehr dringend hinmüssen.

Wenn ihr in Lissabon seid: Geht kurz vor Sonnenuntergang dort hoch. Nehmt euch etwas zu trinken mit und bleibt einfach länger als geplant. Das ist wahrscheinlich näher am echten Lissabon als viele klassische Sehenswürdigkeiten.

 

Warum wir das Memmo Alfama so lieben

Vor vielen Jahren waren mein Mann und ich schon zweimal im Memmo Alfama. Damals alleine bzw. geschäftlich. Diesmal saßen wir plötzlich dort mit unserem erwachsenen Sohn.

Und irgendwo zwischen Rooftop, Nachmittagssonne und diesem Blick über die Dächer von Alfama wurde mir klar, wie sehr Orte Erinnerungen speichern können.

Das Memmo Alfama gilt als eines der besonderen Boutique-Hotels in Alfama und liegt mitten im ältesten Viertel von Lissabon. Besonders die Terrasse mit Blick über die Dächer von Alfama und den Tejo macht diesen Ort so besonders.

Was wir dort lieben, ist aber weniger Perfektion. Sondern dieses ruhige Lebensgefühl zwischen Rooftop, kleinen Gesprächen, warmem Licht und Menschen, die sich Zeit lassen. Kein lauter Spot. Eher wie eine kleine ruhige Insel mitten in der Stadt.

Unser Tipp: Nicht nur zum Übernachten hingehen. Sondern einfach nachmittags auf einen Aperitivo vorbeischauen. Viele laufen daran vorbei, ohne zu wissen, dass sich dort oben einer der schönsten Orte über den Dächern von Alfama versteckt.

 

Portugal wirkt an vielen Stellen noch erstaunlich unangestrengt

Während in vielen Städten inzwischen selbst kleine Cafés wirken, als wären sie primär für Social Media gebaut worden, fühlt sich Portugal an vielen Stellen noch erstaunlich uninszeniert an.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum uns das Prado Weinbistro so hängen geblieben ist. Nicht wegen irgendeines Trends. Sondern wegen dieser ruhigen Mischung aus gutem Essen, entspanntem Service und Menschen, die sich Zeit lassen.

Überhaupt hatten wir oft das Gefühl, dass Portugal vieles nicht komplizierter macht als nötig. Man sitzt lange zusammen. Man redet. Man bestellt noch etwas. Niemand drängt.

Und plötzlich merkt man, wie schnell man selbst sonst durchs Leben läuft.

Gerade wenn man aus Deutschland kommt, fühlt sich dieses Lebensgefühl fast ungewohnt entschleunigt an.

 

Die schönsten Momente entstehen selten geplant

Eine unserer schönsten Erinnerungen an diese Reise hat weder mit einem Restaurant noch mit einer Sehenswürdigkeit zu tun.

Nach einem langen Late Lunch saßen wir plötzlich stundenlang bei Regen in einem kleinen Café fest und spielten Kniffel. Nicht mit einem richtigen Spiel. Sondern mit einer Serviette, einem Kuli und einer einfachen Würfel-App mit fünf Würfeln auf dem Handy.

Und ehrlich: Mehr brauchte es irgendwie nicht.

Vielleicht war genau das der Moment, der diese Reise am besten beschrieben hat.

Nicht das perfekte Programm. Sondern Zeit. Zeit, die plötzlich nicht mehr durchgetaktet ist. Zeit, in der niemand schnell weiter muss.

Vielleicht sind genau das die Momente, die man am Ende von Reisen wirklich mitnimmt. Und genau dafür fühlt sich Lissabon irgendwie gemacht an.

 

Warum uns diese Reise emotional mehr bewegt hat als gedacht

Es gibt diesen Moment als Eltern, in dem sich etwas verändert. Nicht laut. Eher still.

Plötzlich führen einen die Kinder durch ihre Welt. Sie bestellen selbstverständlich auf Portugiesisch. Kennen die besten Spots. Haben Routinen. Lieblingsorte. Menschen.

Und irgendwann merkt man: Das ist nicht mehr nur ein Auslandssemester. Das ist ein eigenes Leben.

Vielleicht verändert sich Loslassen genau deshalb immer wieder neu. Erst Kindergarten. Dann erste Reisen ohne uns. Irgendwann eine eigene Wohnung. Und plötzlich ein Mensch an ihrer Seite, mit dem sie ihr eigenes Zuhause bauen.

Vielleicht verändert Vertrauen einfach immer wieder seine Form.

Und vielleicht berührt einen genau deshalb eine Reise plötzlich tiefer, als man vorher gedacht hätte.

 

Welche Schmuckstücke ich auf Reisen wirklich trage

Früher habe ich auf Reisen deutlich mehr Schmuck eingepackt. Heute nehme ich fast nur noch Stücke mit, die sich vielseitig kombinieren lassen und die sich nach Zuhause anfühlen.

Vielleicht sucht man sich auf Reisen automatisch die Stücke aus, die sich vertraut anfühlen.

Die Verbundenheitskette, die Feine Reihe Kette ist immer easy, der Flow Ring, mein Nylon mit der Wolke und die neuen Flow-Creolen waren fast jeden Tag dabei. Nicht, weil sie perfekt gestylt wirken. Sondern weil sie unkompliziert sind. Weil sie morgens zum Café funktionieren und abends auf einem Rooftop genauso.

Weniger mitnehmen. Mehr kombinieren.

Falls euch das Thema interessiert, habe ich hier ausführlicher über meinen liebsten Travel-Schmuck geschrieben:

Blogartikel Reise-Schmuck Blog

 

Unsere persönlichen Lissabon Tipps

  • Alfama früh morgens erleben
  • Zum Sonnenuntergang zum Miradouro da Misericórdia gehen
  • Nachmittags einen Aperitivo im Memmo Alfama trinken
  • Sich bewusst Zeit ohne festen Plan lassen
  • Kleine Cafés und Aussichtspunkte entdecken
  • Nicht jede Reise komplett durchstrukturieren
  • Weniger Programmpunkte. Mehr Atmosphäre.

Denn wahrscheinlich bleibt genau das am längsten.

 

FAQ – kurz & hilfreich

Wie viele Tage sollte man für Lissabon einplanen?

Vier bis sechs Tage fühlen sich ideal an, besonders wenn man die Stadt ruhiger erleben möchte.

Welcher Stadtteil eignet sich besonders in Lissabon?

Für uns definitiv Alfama. Wegen der Atmosphäre, der Aussichtspunkte und dieses besonderen Altstadtgefühls.

Welche Aussichtspunkte in Lissabon empfehlen wir?

Der Miradouro da Misericórdia gehört definitiv zu unseren liebsten Orten in der Stadt.

Welche Rooftop-Location in Lissabon empfehlen wir?

Das Memmo Alfama gehört für uns zu den schönsten ruhigen Rooftop-Spots in Lissabon.

Wann erlebt man Lissabon am schönsten?

Früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang. Dann wirkt die Stadt deutlich ruhiger und atmosphärischer.

 

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